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Saatgutablage

Die richtige Ablagetiefe richtet sich nach der Saatbettbereitung

Absolute Prämisse ist, die Saatgutpillen auf festem Untergrund abzulegen, um den Anschluss an die Kapillarität zu gewährleisten. Es ist müßig, über Saattiefe zu philosophieren. Diese muss so tief sein, wie die Tiefe der Saatbettbearbeitung. Ist zu tief geeggt, nützt die beste Saattechnik nichts, die Pillen liegen zwangsläufig im Trockenen. Erste Voraussetzungen für einen guten Feldaufgang sind eine ordnungsgemäße Grundbodenbearbeitung im Herbst sowie eine flache Saatbettbearbeitung mit möglichst wenig Überfahrten. Denn ein zu feinkrümmeliges Saatbeet führt bei Niederschlägen schnell zu Verschlämmung und Pflanzenverlusten.

Saatgutablage auf den rückverfestigten Bodenhorizont

Wichtigste Voraussetzung für einen hohen Feldaufgang ist eine gute Einbettung in eine feine Saatrille (Säschare kontrollieren!), in die sich das Saatkorn einklemmen kann. Durch die Keilform wird zusätzlich erreicht, dass sich die Erde links und rechts leicht verfestigt und das Einrieseln von Erdkrümeln vermindert.
Achten Sie auf angepasste Fahrgeschwindigkeiten, um ein Verrollen der Rübenpille zu vermeiden.
Das Saatkorn muss fest auf dem unbearbeiteten Bodenhorizont liegen und unter der Zuckerrübenpille darf sich keine lose Erde befinden.
Ist dies der Fall, fehlt der Bodenschluss und die Samen keimen bei Trockenheit nicht. Hier helfen auch schwere Andruckrollen nichts, da diese die Pille nicht in den unbearbeiteten Boden drücken können.
Bei optimaler Ablage ist zur Keimung kein Regen notwendig, es reicht die Feuchtigkeit des Kapillarwassers. Deshalb die Sägeräte und besonders das Säschar rechtzeitig prüfen und das Saatbett möglichst flach mit nur einer Überfahrt bearbeiten.

Optimale Saatgutablage

(Foto: Mutzeck)
Das Saatgut ist auf den noch leicht feuchten, rückverfestigten Bodenhorizont abgelegt und hat Anschluss an das kapillare Bodenwasser.

Nicht optimal: Saatgut liegt in losem, ausgetrocknetem Boden

(Foto: Mutzeck)
Die Saatbettbereitung erfolgte tief, das Saatgut liegt umgeben von ausgetrockneter Erde, nicht auf dem rückverfestigten Bodenhorizont. Es fehlt der Anschluss an das kapillare Bodenwasser.
In diesem Fall muss auf Niederschläge nach der Aussaat gehofft werden.

Nicht optimal: Saatgut liegt tief in nassem Boden

(Foto: Mutzeck)
Die Saatgutablage erfolgte zu tief in einen noch nicht ausreichend abgetrockneten Boden.

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