Anbau

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Was ist beim Anbau von Biomasse-Rüben zu beachten?

Sortenwahl

Bei der Sortenwahl ist der höchste Rübentrockenmasseertrag (RTME) entscheidend. Neben der Rizomaniatoleranz ist in einigen Regionen bei der Sortenwahl zusätzlich auf Nematodentoleranz zu achten. Bei hohem Befallsdruck mit Blattkrankheiten wie Cercospora, Mehltau oder Ramularia sollten blattgesündere Sorten bevorzugt angebaut werden. Hohe Gehalte an Kalium, Natrium und Amino-Stickstoff sind bei Biomasse-Rüben nicht nachteilig.

N-Düngung

Gegenüber dem Anbau von Zuckerrüben zur Zuckerproduktion (höchster bereinigter Zuckerertrag) kann eine moderate Erhöhung der N-Düngung um 10 bis 20kg N/ha aus pflanzenbaulicher Sicht zur Steigerung des Zuckerertrags und damit des RTME sinnvoll sein.
Abb. 3: Bereinigter Zuckerertrag und Zuckerertrag in Abhängigkeit von der N-Düngung (152 Versuche von 2000 - 2009; Quelle:Bodengesundheitsdienst GmbH)
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Pflanzenschutz

Pflanzenschutz beginnt mit der Wahl der Sorte und der Ausstattung des Saatguts mit insektiziden und fungiziden Wirkstoffen. Auf Flächen mit hohem Druck an Schaderregern sollte Saatgut mit hoher Insektizidausstattung gewählt werden. Damit ist auch ein ausreichenderSchutz gegen Blattläuse vorhanden, die Überträger der virösen Vergilbung sind. Durch den Saatenschutz wird ein homogener Pflanzenbestand mit einer Bestandesdichte von mindestens 85.000 Pflanzen/ha angestrebt.
Während der frühen Jugendentwicklung ist die Zuckerrübe aufgrund ihrer geringen Konkurrenzkraft unbedingt unkrautfrei zu halten. Bei der Unkrautbekämpfung hat sich das Nachauflaufverfahren mit in derRegel drei Herbizidanwendungen jeweils im Keimblattstadium der Unkräuter bewährt.
Je nach Witterungsverlauf treten Blattkrankheiten wie Cercospora, Mehltau und Ramularia unterschiedlich stark auf. In Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Befallsauftretens ist eine Fungizidbehandlung bei Überschreiten der jeweiligen Schwellenwerte durchzuführen. Das ab Anfang Juli wöchentlich durchgeführte Blattkrankheiten-Monitoring informiert über den Befallsverlauf in den Zuckerrübenanbaugebieten.
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Ernte

Das Ernteverfahren bietet eine weitere Möglichkeitden RTME zu steigern, indem die Rüben nicht geköpft werden, sondern im Scheitelpunkt der Rübe das Blatt abgeschlegelt wird. Dies ist mit praxisüblichen Rübenrodern bei höherer Einstellung von Köpfer und Blattschlegler (Minimalköpfung) möglich. Alternativ bietet sich das Verfahren der Entblattung an.
Für Biogas: Rübe mit Kopf!
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