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2. Bodenabtrag

Durch Bodenabtrag gehen wertvoller Mutterboden und die darin enthaltenen Nährstoffe verloren.
Untersuchungen im Kraichgau haben ergeben, dass auf Ackerflächen ein jährlicher Bodenabtrag von 30 bis 60 t/ha, in Einzelfällen von über 400 t/ha, stattfinden kann. Es gilt zu berücksichtigen, dass eine Abschwemmung nicht nur in starken Hanglagen erfolgt, sondern bereits auf schwach geneigten Flächen Erosionserscheinungen eintreten.
In verdichteten Spuren kommt es schnell zur Rinnenerosion.
Mechanische Einwirkungen, wie Vertiefungen von Saatrillen, Spurreißern oder Fahrspuren, bilden ideale Voraussetzungen für einen solchen Wasserkanal. Letztere sind insbesondere problematisch, da der Unterboden verdichtet ist und das Wasser kaum in den Boden eindringen kann. Besonders gefährdet sind schluffhaltige Lehmböden, deren Krümelstabilität von Natur aus als gering einzustufen ist.
Bodenabtrag bedeutet jedoch nicht nur einen Verlust an wertvoller Ackerkrume. Damit verbunden ist auch eine ganz enorme Belastung der Umwelt. Abgesehen vom Eintrag von Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln in Oberflächenwasser kann schnell abfließendes Wasser zu einer Überlastung von Entwässerungsgräben führen. Insbesondere sind die Auswirkungen dann dramatisch, wenn die Wassermassen von der Flur weg durch Ortschaften geleitet werden, deren Kanalisationssystem zwangsläufig überfordert wird. Die Katastrophe ist dann perfekt, wenn sich der Ackerboden in den Kellern der Häuser wiederfindet. Neben Wasser kann auch Wind Erosionen hervorrufen.
Durch starken Wind werden Partikel vom blanken Boden aufgewirbelt, die die kleinen Rübenpflanzen quasi abschmirgeln oder zumindest so stark verletzen, dass diese austrocknen und absterben können.

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