Anbau

Glyphosat-Einsatz im Vor- und Nachauflauf

Altverunkrautung

Glyphosat- Einsatz im Vorauflauf

In milden Wintern, wie z. B. 2006 - 2007, entwickelten sich einige Unkrautarten (Klettenlabkraut, Kamille, Ehrenpreis) so gut, dass eine sichere Beseitigung durch die Saatbettbereitung nicht gewährleistet ist. Bei Mulchsaat besteht zusätzlich die Möglichkeit, dass die Zwischenfrucht im Winter nicht vollständig abfriert.
Diese Altverunkrautung kann vor der Rübensaat mit Roundup UltraMax 3 - 4 l/ha (bis 1 Tag), Roundup Turbo 1,6-2,0 kg/ha (bis 2 Tage) oder einem anderen Glyphosat-Mittel (z. B. Roundup, Clinic, Dominator NeoTec, Dominator Ultra, Durano, Touchdown Quattro) 3 - 4 l/ha bekämpft werden.
Zur Gräser- und Ausfallgetreidebekämpfung reicht die niedrige Roundup-Menge vollkommen aus. Gegen größere Altunkräuter sollte die höhere Mittelmenge eingesetzt werde.

Glyphosat- Einsatz im Nachauflauf

Nach der Rübensaat stehen ausschließlich Roundup UltraMax 3 - 4 l/ha; Roundup Turbo 1,6 kg/ha oder Glyphos 3 - 5 l/ha (bis 5 Tage nach der Saat) zur Verfügung.
Die Behandlung muss spätestens mit der Keimung der Zuckerrüben abgeschlossen werden, um eine Schädigung der Rüben zu vermeiden. Bei Behandlungen nach der Saat können Minderwirkungen auftreten, weil Unkräuter durch die Saat bzw. Bodenbearbeitung mit Erde bedeckt sind und zu geringe Wirkstoffmengen aufnehmen.
Zur Nachsaat-Anwendung kann ein Bodenherbizid z. B. Goltix mit 1 - 2 l/ha zugegeben werden, um die Neuverunkrautung zu reduzieren und die NA-Behandlung evtl. etwas zu verzögern.
(Stand: Januar 2009)

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