Bodengesundheitsdienst

Nährstoffgehalte der Gülle

In vielen Betrieben wird Gülle auf Acker- und Grünlandflächen eingesetzt, ohne dass ihr Nährstoffgehalt bekannt ist. In Verbindung mit zusätzlichen Mineraldüngergaben kann dies bei Rüben zu schlechten Qualitäten, bei Getreide zu Lager und bei Mais zu verspäteter Reife führen. Mit Ertragseinbußen und Umweltgefährdung ist zu rechnen.
Vom Bodengesundheitsdienst werden jährlich etwa 2.000 Gülleproben auf Trockensubstanz, Gesamtstickstoff, Ammonium, Phosphat, Kali , Kalk, Magnesium, Schwefel und Natrium untersucht. Dabei zeigt sich, dass der wahre Nährstoffgehalt der Gülle von den allgemein üblichen Faustzahlen oftmals weit entfernt ist (Abbildungen). Folglich ist für eine exakte N-Düngerbemessung die Nährstoffbewertung nach Faustzahlen häufig zu ungenau. Auch die bei Phosphat, Kali und Magnesium ausgewiesenen Faustzahlen geben die tatsächlichen Gehalte in den Wirtschaftsdüngern teilweise nur mit grober Annährung wieder.
Wichtig:
  • Gülle vor der Probenahme gut mischen.
  • Nährstoffgehalt der Gülle bei der Düngung gemäß Analyse berücksichtigen.
  • Ausbringung auf den Pflanzenbedarf abstimmen.
  • Unmittelbare Einarbeitung in den Boden erhöht N-Wirkung.

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