Bodengesundheitsdienst

EUF Vor- & Nachteile

Die Vor- und Nachteile der EUF-Bodenuntersuchung

Die Bodenuntersuchung nach der EUF-Methode besitzt sowohl von fachlicher als auch von praktischer Seite eine Reihe positiver Eigenschaften. Ein zentraler Punkt für die fachliche Aussagekraft ist dabei die Erfassung der Nährstoffe in zwei Fraktionen (siehe: Was ist EUF?). Die erste Fraktion stellt die direkt verfügbaren Nährstoffmengen dar. Die darauffolgende zweite Fraktion zeigt das Nachlieferungspotential des Bodens auf, das allerdings, sowie die Verfügbarkeit der Nährstoffe (insbesondere des Stickstoffs), in enger Abhängigkeit der Witterungsverhältnisse steht (siehe: Nährstoff-Verfügbarkeit). Außerdem werden bei der Erfassung der Nährstoffe und bei der Berechnung der Düngeempfehlung etwaige Wechselwirkungen zwischen den Nährstoffen berücksichtigt (z. B. K+/Ca2+-Antagonismus). Mithilfe der Analysenwerte (Kalium-Fraktionen) ermitteln wir auch die Bodenart der Probe.
Während andere Bodenuntersuchungsmethoden Salzlösungen oder Säuren als Extraktionsmittel verwenden, werden bei der EUF-Methode die Nährstoffe mit Wasser extrahiert. Aus dieser Bodensuspension (Boden-Wasser) werden alle Nährstoffe gleichzeitig erfasst, was den Vorgängen bei der pflanzlichen Nährstoffaufnahme entspricht.
Zudem wird der Kalkbedarf der Bodens mit der EUF-Methode direkt bestimmt, d. h. er wird anhand des Calciumgehaltes berechnet. Im Gegensatz dazu wird bei anderen Untersuchungsmethoden der Kalkbedarf anhand des pH-Wertes ermittelt, der die Bedarfssituation nur mit einer geringeren Sicherheit feststellen läßt.
Was die praktische Seite betrifft, so ist eine Probenahmetiefe aus lediglich 30 cm (Reben: 60 cm) leicht und einfach durchführbar. Diese bei Ackerkulturen nur krumentiefe Probenahme ist unter anderem auf den Zeitpunkt der Probenahme zurückzuführen. Im Gegensatz zur Nmin-Untersuchung ist für die Lagerung und den Versand der frischen Bodenprobe keine Kühlkette erforderlich. Außerdem bekommt man, durch die rechtzeitige Probenahme und der damit verbundenen, frühzeitigen Zustellung der Düngeempfehlung, die Ergebnisse für die sieben wichtigsten Nährstoffe aus einer Probe zügig und einfach zurück.
Andererseits birgt die Methode auch Ecken und Kanten. Es könne sich z. B. nach der systembedingt frühzeitigen Auswahl von Fläche und Fruchtart unter Umständen noch Änderungen ergeben, die eine nächträgliche Korrektur nötig werden lassen. Auch ist die routinemäßige Untersuchung von Bodenproben auf einzelne Nährstoffe aus labortechnischen Gründen leider nicht möglich.

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