(Polymerase Chain Reaction)
Die Polymerase Kettenreaktion ist eine Labormethode um Erbsubstanz (DNS) schnell und einfach zu vervielfältigen. In den 1980er Jahren entwickelt, ist PCR mittlerweile zu einem weitverbreiteten und sicheren Analyseverfahren geworden, das in sehr vielen Bereichen von Forschung und Industrie Verwendung findet.
Die zu vervielfältigende DNS (Desoxyribonukleinsäure) wird zuerst aus Zellen des originalen Organismus extrahiert. Anschließend wird die DNS zusammen mit einer Pufferlösung, DNS-Bausteinen, zwei Primern sowie einem DNS-aufbauenden Enzym vermischt und in einem sogenannten Thermocycler einer bestimmten Zeit- und Temperaturroutine ausgesetzt. Dabei wird die DNS in immer wiederkehrenden Kreisläufen erst denaturiert, dann der Primer angesetzt und schließlich von dem Enzym mit den neuen Bausteinen wieder zusammengebaut, nun in doppelter Menge. Beim nächsten Kreislauf wird eben diese doppelte Menge wiederum verdoppelt u. s. w. bis schließlich, je nach Anzahl der Kreisläufe, die X-fache Menge der ursprünglichen DNS vorliegt. Diese ist dann in ausreichender Menge vorhanden und kann per Gelelektrophorese und UV-Licht sichtbar gemacht und quantifiziert werden.