Deroceras reticulatum Müller
Schadbild

Foto: Rübenabteilung Regensburg
Ackerschnecken an der Bodenoberfläche.

Foto: KWS
Fraßtätigkeit an jungem Rübenkeimling.
Bedeutung
Wirtschaftlicher Schaden tritt v.a. bei sehr kleinen Rübenpflanzen (Keimblattstadium) auf. In der Nacht wandern die Tiere an die Bodenoberfläche und fressen die jungen Blätter teilweise bis zum Stil ab. Wird dabei auch der Vegetationskegel zerstört, kann sich die Pflanze nicht mehr regenerieren und fällt aus. Feuchte Witterung, klutige Böden mit Hohlräumen sowie bodendeckende Zwischenfrüchte vor Rüben wirken befallsfördernd. Oftmals beginnt der Schadfraß am Schlagrand.
Maßnahmen zur Schadensminderung
Zur Vorbeugung sollte das Saatbett ausreichend rückverfestigt sein, um Hohlräume zu vermeiden. Auf schneckengefährdeten Standorten sollte der Anbau von Zwischenfrüchten vor Rüben unterbleiben. Bei massivem Auftreten ist die rechtzeitige Ausbringung von Schneckenkorn je nach Befall entweder im Randbereich oder flächig zu empfehlen. Chemische Bekämpfung:
- Delicia Schneckenlinsen (Metaldehyd) 3 kg/ha bzw. 32 Körner/qm
- Sluxx (Eisen-III-Phosphat) 7 kg/ha.
- Mesurol Schneckenkorn (Wirkstoff Methiocarb) 5 kg/ha bzw. 45 Körner/qm (Zulassung ist 2009 ausgelaufen. Auf den Betrieben vorhandene Restbestände dürfen jedoch aufgebraucht werden.)
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Metaldehyd schont Laufkäfer (fressen Schneckeneier), Methiocarb wirkt langsamer, dafür mit 2 bis 3 Wochen auch länger.