Pflanzenschutz

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Rübennematoden

Heterodera schachtii

Schadbild

Foto: Kuratorium Ochsenfurt
Bei starker Sonneneinstrahlung erschlaffen die Blätter rasch.
Foto: Arbeitsgemeinschaft Worms
Es werden laufend neue Seitenwurzeln gebildet, die verfilzen (Wurzelbart).
Bei genauer Betrachtung kann man die weißen Zysten an den Seitenwurzeln erkennen.

Bedeutung

Auf stark verseuchten Böden können Ertragsverluste von bis zu 50 % auftreten. Vor allem in der Kombination mit Raps in der Fruchtfolge kann sich die Schaderregerpopulation stark aufschaukeln. Die Nematoden gehören neben der Rizomania bzw. den pilzlichen Blattkrankheiten zu den wichtigsten Schadursachen im Zuckerrübenanbau.

Maßnahmen zur Schadensminderung

Inzwischen stehen Sorten zur Verfügung, die neben der Rizomaniatoleranz auch Nematodentoleranz besitzen. Die Leistung dieser Sorten mit und ohne Nematodenbefall finden Sie hier. Zur Reduzierung des Befalls ist der Anbau von nematodenresistentem Senf oder Ölrettich zu empfehlen (Weitere Infos zum Zwischenfruchtanbau mit Zwischenfruchtplaner -->).
Die reduzierende Wirkung dieser Pflanzen ist jedoch sehr stark von der Entwicklung eines ausreichenden Wurzelsystems abhängig. Dabei spielt neben der Saatbettbereitung und Bestellung ein ausreichendes Nährstoffangebot sowie ein früher Saattermin eine wichtige Rolle. Eine sehr gute nematodenreduzierende Wirkung ist nur sicherzustellen, wenn ein Auflauf der Zwischenfrucht etwa bis Ende Juli erreicht werden kann. Als Vorfrucht kommt demnach lediglich Wintergerste in Frage. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, Senf und Ölrettich auf einjährig stillgelegten Flächen anzubauen. Um Probleme als Unkraut in der Folgefrucht (Zuckerrübe) zu vermeiden, sollten die Bestände zur Vollblüte abgeschlegelt werden.
siehe auch: Untersuchung auf Rübennematoden

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