Saatgutausstattung

TMTD-Behandlung ist im Preis enthalten.

Für die Saatgutbehandlung mit Insektiziden und weiteren Fungiziden entstehen folgende Mehrkosten je Einheit (1 U = 1 Einheit = 100.000 Samenkörner)

HandelsbezeichnungBehandlungskosten
Force Magna/Tachigaren

Janus Forte/Tachigaren
31,30 EUR/U
Poncho Beta Plus/Tachigaren

Cruiser Force/Tachigaren
57,80 EUR/U
Ökoausstattung (Öko)40,00 EUR/U

Weitere Informationen zu den Insektiziden sowie die aktuell gültigen Auflagen finden Sie hier.


Für Frühbestellungen wird ein Rabatt von 10 % auf den gesamten Saatgut- und Wirkstoffpreis gewährt.

Wirkstoffgehalt

Handelsbez. Produktbez.Wirkstoff    
beta-CyfluthrinClothia-nidinImida-clopridTeflu-thrinThiame-thoxam
Cruiser Force SBCRUISER 600 FS60 g/U
Force 20 CS8 g/U
Force MagnaCRUISER 600 FS15 g/U
Force 20 CS6 g/U
Janus ForteGaucho WS10 g/U
Janus8 g/U10 g/U
Poncho Beta+Gaucho WS30 g/U
Poncho Beta8 g/U60 g/U
SombreroSombrero60 g/U

Neonikotinoide im Zuckerrübenanbau

Die am Saatgut eingesetzten insektiziden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam gehören zu den Neonikotinoiden.

Wie werden Neonikotinoide in Zuckerrüben eingesetzt und warum?

  • Neonikotinoide bieten einen wirksamen Schutz vor einer Vielzahl von Pflanzenschädlingen. Die Anwendung des mit Neonikotinoiden behandelten Saatguts erfolgt auf weniger als 1 % der Gesamtfläche eines Feldes. Seit Einführung in den 90er Jahren schützen Neonikotinoide die Zuckerrüben wirksam vor verschiedenen Auflaufschädlingen (beispielsweise Drahtwurm oder Moosknopfkäfer), die ansonsten Keimlinge oder junge Pflanzen anfressen und zerstören. Neonikotinoide bieten zugleich Schutz gegen Läuse (insbesondere grüne Pfirsichblattläuse), die Viruskrankheiten übertragen und damit regelmäßig Ertragsverluste von 10 und bis zu 20 % verursachen können.
  • Ohne die Anwendung der Neonikotinoide sind deutliche Ertragsrückgänge zu erwarten. Im Einzelfall kann es auch zu Totalverlusten und entsprechenden deutlichen finanziellen Einbußen kommen.
  • Die Behandlung des Saatguts mit den Neonikotinoiden erfolgt ausschließlich in geschlossenen Räumen und nach höchsten Sicherheitsstandards. Die Aussaat des so pillierten Saatguts wird fast ausschließlich mit mechanischen Sägeräten durchgeführt. Dadurch hat die Abdrift von Staub während der Aussaat keine Bedeutung.
  • Die tropfenförmige Abgabe von Wasser durch Blätter (Guttation) tritt in Zuckerrüben selten auf und hat erst recht keine Bedeutung für Bienen im Frühjahr, weil die Bienen Wasser bevorzugt an anderen Stellen aufnehmen.
  • Zuckerrüben blühen nicht während des einjährigen Anbaus zur Zuckergewinnung. Als Austrittspfade für die Neonikotinoide stellen auch Schosser und blühende Unkräuter in Zuckerrüben kein Problem dar. Sie werden während der Vegetation durch Standardmaßnahmen effektiv bekämpft. Weniger als 0,5% aller Unkräuter kommen zur Blüte und die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Schossern in Zuckerrüben liegt bei unter 0,05 %.
  • Es sind bereits Resistenzen für die Wirkstoffgruppen nachgewiesen, die zur Kontrolle von Läusen für die ganzflächige Ausbringung zur Verfügung stehen. Sollte die gesamte Wirkstoffgruppe der Neonikotinoide wegfallen, käme es zu einem erheblichen Problem beim Resistenzmanagement.

Argumente zum Download

Rübenpille bietet Schutz gegen Auflaufschädlinge und Krankheiten (Quelle: IfZ, Göttingen)