21.04.2017 ARGE Franken News Ernst Merz Ochsenfurt

Schäden durch Frost gering – Situation Stand 21.4.2017

Frost ohne größere Schäden bei Zuckerrüben (Foto: Risser)

Nach den Erkenntnissen vom Donnerstag (20.4.2017) hat der Frost in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (19.4./20.4.) keine großen Schäden angerichtet. Von großem Vorteil war der hohe Feuchtigkeitsgehalt im Boden. Bei feuchten Böden erfrieren die Zuckerrüben deutlich weniger und vertragen größere Minustemperaturen als bei trockenen, lockeren Böden.

Der frostempfindlichste Teil der Zuckerrübe ist der Spross im Boden. Dieser besitzt den höchsten Feuchtigkeitsgehalt. Sind die Böden trocken und locker, fällt der Frost förmlich in den Boden und schädigt den Spross . Meist erfriert der Zuckerrübenkeimling am Spross im Boden und nicht an den oberirdischen Pflanzenteilen.

War vor dem Frost ein Niederschlag vorhanden, hat dies 2 Effekte. Zum Einen wird durch den Regen der Boden leicht rückverfestigt, das Eindringen des Frostes wird dadurch gemindert. Zum Anderen bildet die Feuchtigkeit einen Temperaturspeicher. Um Feuchtigkeit abzukühlen ist eine deutlich höhere Kältemenge notwendig als bei Luft. Die Temperaturen im Boden bleiben bei einer Frosteinwirkung höher als bei trockenen Böden.

Aktuell (21.4.)schätzen wir die Situation wie folgt ein: Die Zuckerrüben der ersten Saatperiode (13. – 18. April) sind bereits weit entwickelt. Hier traten keine nennenswerten Frostschäden auf. Auch die Zuckerrüben der zweiten Saatperiode (25. – 30. April) sind so weit entwickelt, dass der Frost keine größeren Schäden anrichtete. Eine Ausnahme sind die Bestände bzw. Keimlinge, die trocken lagen und erst jetzt nach dem Regen aufgelaufen sind bzw. sich im Auflauf befinden. Keimlinge, die noch im Boden waren, sind meist komplett erfroren. Bei Keimlingen, die erst kurz vor dem Frost aufgelaufen waren, ist der Spross geschädigt. Dies zeigt sich durch eine welke Keimblätter und einem weichen, instabilem Spross. Zur Beurteilung, ob diese Keimlinge überleben, muss noch einige Tage abgewartet werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die meisten dieser Pflanzen wieder erholen.

Mit Herbizidbehandlungen sollte auf jedem fall bis Montag, 24.4., abgewartet werden.

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