24.05.2022 ARGE Südwest News Harald Bauer ARGE Südwest Offenau Offstein Wabern Warburg

Endspurt bei der Unkrautbekämpfung, Blattläuse im Blick behalten

Für die nächste Zeit werden Temperaturen von knapp unter 20 °C erwartet. Nennenswerte Niederschläge werden nicht gemeldet.

Herbizidbehandlungen:

Die gut entwickelten Bestände stehen vor dem Reihenschluß. Die Unkrautbekämpfung ist in diesen Fällen abgeschlossen. Weniger gut entwickelte Bestände brauchen noch einige Zeit. Hier wird vielfach eine 4. NAK notwendig.

Achten Sie auf die Anwendungshäufigkeit der Herbizide (meist 3 Anwendungen) und nehmen einen Produktwechsel vor.

Zu der Grundmischung, die wegen der ausgeprägten Wachsschicht Blattherbizid betont sein sollte, kommen bei schwerbekämpfbaren Unkräutern die Spezialherbizide zum Einsatz.

Grundmischung:

Blattaktive Komponente:          Belvedere Duo 1,25 l/ha oder

                                                              Betanal Tandem 1,5 l/ha oder

                                                              Betasana SC 1,75 l/ha + Oblix 0,5 l/ha

+ Bodenherbizid:                          Metafol SC 1,0-1,5 l/ha oder

                                                             Goltix Titan 1,3-2,0 l/ha oder

                                                             Kezuro 0,9 l/ha + Metafol SC 0,5 l/ha

+ Wirkungsunterstützung:         Access oder Mero 1,0 l/ha oder Hasten 0,5 l/ha

 

Zusatz von Spezialherbiziden bei Problemunkräutern:

Debut 25 – 30 g plus 0,25 l FHS oder Shiro (ohne FHS) zur oben genannten Mischung bei den Problemunkräutern Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Klettenlabkraut, Kamille, Vogelknöterich, Raps, Ölrettich

Eine Alternative ist DebutDuo Active (Pack), es enthält zusätzlich den Wirkstoff Lenacil mit Bodenwirkung gegen Nachtschatten, Gänsefuß.

Debut wird in Kombination mit FHS eingesetzt. In dieser Kombination wird der Wirkunterstützer (Access, Mero, Hasten) auf die halbe Aufwandmenge reduziert.

 

Lontrel (0,1 l/ha von Lontrel 600, 80 g/ha von Lontrel 720 oder 0,6 l/ha von Vivendi) bei Windenknöterich (im Laubblattstadium), Hundspetersilie, Kamille oder Nachtschatten

 

Tanaris 0,3-0,6 l/ha ist eine Ergänzung für Hirsestandorte. Weitere Stärken bestehen gegen Amarant, Hundspetersilie und Kamille.  Verwenden Sie Tanaris nur in Kombination mit „reinen Metamitron-Produkten“ um die zugelassene Wirkstoffmenge von 250 g Quinmerac nicht zu überschreiten.

 

Disteln: bei einer Wuchshöhe von 20 cm Einsatz von Lontrel 600 0,2 l/ha, Lontrel 720 160 g/ha oder Vivendi 100 1,2 l/ha. Abstand zu anderen Herbizidmaßnahmen ca. 3 Tage, wenn vorher Debut eingesetzt wurde 8-10 Tage.

Die Gräserbekämpfung sollte besonders bei bereits bestockten Pflanzen als Solo-Spritzung im Abstand von ca. 3 Tagen zur Unkrautbehandlung mit voller Menge eines Gräserherbizids erfolgen.

 

Blattläuse treten in vielen Feldern auf. Überwiegend sind Schwarze Bohnenläuse zu finden. Behandlungen werden bei mehr als 30 % befallener Pflanzen oder Kolonienbildung empfohlen. Nach dem Reihenschliessen steigt die Behandlungsschwelle auf 50%. Der Befall ist von Feld zu Feld sehr unterschiedlich. Eigene Feldkontrollen sind unabdingbar.

Empfehlung:

            Mospilan SG/ Carnadine mit 0,25 kg.l/ha

              Teppeki 0,14 kg/ha ab dem 6 -Blattstadium der Rüben

              Pirimor G 0,3 kg/ha

 

Kolonie der Bohnenlaus