Grüne Pfirsichblattlaus

Myzus persicae Sulz.

Schadbild

Foto: Amt für Landwirtschaft Heilbronn

Die grüne Laus hält sich vor allem im Herzblattbereich auf und ist leicht mit anderen Blattlausarten zu verwechseln. Aufgrund ihrer Farbe ist die Laus relativ schwer zu erkennen.

Bedeutung

Aufgrund der Übertragung der zwei wichtigsten Viren im Zuckerrübenanbau, dem milden (BMYV) und dem nekrotischen (BYV) Vergilbungsvirus, gilt die Grüne Pfirsichblattlaus als wirtschaftlich bedeutendste Blattlausart. Die stärksten Schäden treten bei relativ frühem Befall auf. Dies ist v.a. dann der Fall, wenn aufgrund von milden Temperaturen bereits virusbeladene Grüne Pfirsichblattläuse lebend überwintern. Begünstigt das Frühjahr anschließend eine starke Vermehrung der Population (bei optimalen Temperaturen um 25 °C) können aufgrund der Folgeinfektionen von Ende Mai bis Ende Juni neben deutlichen Ertragseinbußen auch Zuckerverluste in einer Höhe von bis zu 50 % verursacht werden.

Schadschwellen

Wegen der Gefahr der Virusübertragung (von BMYV bzw. BYV) ist eine Bekämpfung beim ersten Auftreten erforderlich.
Ab Mitte Juli nicht mehr bekämpfungswürdig, da in der Regel natürliches Zusammenbrechen der Population, z. B. durch parasitierende Marienkäferlarven.

Maßnahmen zur Schadensminderung

Während bei der Saatgut-Pillierung Poncho Beta+ mit den Wirkstoffen Clothianidin (60 g/U), Imidacloprid (30 g/U) und Betacyfluthrin (8 g/U) Insektizide mit Langzeitschutz gegen die erste und damit gefährlichste Blattlausgeneration zur Verfügung stehen, müssen die Betriebe mit der Beizvariante Force Magna (15 g/U Thiamethoxam und 6 g/U Tefluthrin) eine separate Blattlausbehandlung einkalkulieren.
Aktueller Stand der empfohlenen Insektizide. Warndienst beachten!