Ernteverluste

Ernteverluste

Die Rübenernte im Herbst ist ein wichtiger Arbeitsschritt in der Zuckerrübenproduktion, auf den großes Augenmerk gelegt werden sollte. Denn schnell können Ernteverluste von 10% und mehr erreicht werden und den Ertrag deutlich verringern. Um dies zu verhindern, sind Roderfahrer gut geschult und sollten die unterschiedlichsten Einstellmöglichkeiten der hoch technisierten Rübenroder kennen.

Verantwortlich für ein gutes Rodeergebnis ist aber letzlich der Rübenanbauer selbst. Der erste Schritt ist, dass Rodeverluste auf dem Feld erkannt werden und dann in Zusammenarbeit mit dem Roderfahrer die Ursachen behoben werden.

 

Ursachen für Ernteverluste

Die Ursachen für Ernteverluste sind vielfältig. Bereits bei der Aussaat der Rüben im Frühjahr wird der Grundstein für ein optimales Rodeergebnis gelegt. Die Bestandesdichte, Anlage von Fahrgassen, Sorte und im weiteren Vegetationsverlauf die Verunkrautung, Blattkankheiten und Rübenfäulen können das Rodeergebnis positiv oder negativ beeinflussen.

Während der Rodung sind vor allem Wurzelbruch, Rübenverletzungen, zu stark geköpfte Rüben und Verluste ganzer Rüben die Hauptursache. Da heute Rüben nicht mehr mit der Hand geerntet werden, sondern mit einer Maschine, sind technische Verluste unvermeidbar. Diese werden von den Roderherstellern stetig verbessert und belaufen sich momentan auf 5%.

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Zu tief geköpfte Rüben

Am Rübenkopf hat die Rübe die größte Anschnittfläche. Eine zu tiefe Köpfung verursacht schnell hohe Masseverluste. Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits eine 1 cm zu tiefe Köpfung einen Ertragsverlust von 5 % bedingt. Hinzu kommt, dass je größer die Anschnittfläche und Verletzung einer Rübe ist, desto höher ist ihr Atmungs- und Zuckerverlust in der Rübenmiete.

In neuen Rodern sind seit einigen Jahren Minimalköpfsysteme verbaut, die einen nur sehr geringen Köpfschnitt (optimaler Durchmesser: 2 cm) ermöglichen und somit den Ertragsverlust und Rübenverletzungen auf ein Mindesmaß reduzieren. Es ist allerdings darauf zu achten, dass trotz Minimalköpfung keine Blattanteile mit in die Fabrik gelangen, die dort zu Verarbeitunsproblemen führen.

Es ist desweiteren darauf zu achten, dass, egal bei welchem Köpfsystem, scharfe Köpfmesser verwendet werden. Sind die Köpfmesse stumpf, erfolgt kein sauberer Schnitt, Rüben brechen ab oder werden umgedrückt und schräg geköpft.

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Wurzelbruch

Wurzelbruch ist bei der Rübenernte natürlich nicht unvermeidbar. Ein Durchmesser von 2 cm ist vom Roder bedingt. Wurzelbruch kann aber durchaus zu erheblichen Masseverlusten führen, wenn er größer wird. 6 cm Wurzeldurchmesser verursachen Ernteverluste von ca. 11 %. Urachen für hohen Wurzelbruch können die Fahrgeschwindigkeit oder abgenutzte Rodeschare sein.