Standortangepasste Düngung

Zuckerrübenanbau natürlich nachhaltig durch standortangepasste Düngung

Ziehen der Bodenprobe mit dem Bohrstock
(Foto: Bodengesundheitsdienst)

Bei der Düngung wird darauf geachtet, dass nur so viele Nährstoffe ausgebracht werden, wie die Zuckerrübe zur optimalen Zuckererzeugung benötigt. Um dies heraus zu finden, nimmt man Bodenproben von den Feldern, die im EUF-Bodenlabor auf den Vorrat an Nährstoffen analysiert werden.
Daraus ergibt sich, die notwendige Düngermenge. Dies ist wichtig, dennunter zu hohen Düngergaben würde die Rübenqualität leiden. Außerdem möchte man nach der Ernte so wenig wie möglich leicht verfügbaren Stickstoff (Nitrat) im Boden haben, da dieser Stickstoff leicht im Boden verlagert werden kann.

Niedrige Rest-Nitratgehalte der Zuckerrübe im Boden durch intensive Ausnutzung der vorhandenen Nährstoffe
(Quelle: Nitratbericht, Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg)
Durch intensive Forschung und Beratung ist es in den letzten 20 Jahren gelungen, den Rübenertrag zu erhöhen und die Düngung auf ein optimales Maß zu reduzieren. Dies führte außerdem zu deutlich besserer Qualität der Rüben.

Steigerung der Rübenerträge bei Verringerung der Stickstoffdüngung und gleichzeitig verbesserte Rübenqualität
(Quelle: Produktionstechnische Umfrage, IfZ, MW 1982-1984 und 2010-2012)
Der Bodengesundheitsdienst ist die zuständige Stelle für alle Fragen rund um den Boden. Im EUF-Bodenlabor wird der Nähstoffgehalt der Bodenproben ermittelt und dann werden Düngeempfehlungen für die verschiedensten Kulturen erstellt.
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