Förderung der Biodiversität

Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt von biologischen Organismen auf unserer Erde.

(Fotos: Khabibrakhmanova, beautys.de)
Die Landwirtschaft ist sehr eng mit der Biodiversität verbunden.
Der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt ist eine wichtige Aufgabe und wir Landwirte können dabei mithelfen.
Einen großen Beitrag können Blühmischungen leisten.
Diese bieten Lebensraum und Nahrung sowie Rückzugsmöglichkeiten für Honigbienen, Schmetterlinge, Regenwürmer, Vögel und andere Tiere.

Nutzen von Blühflächen im Zuckerrübenanbau

(Foto: Boger)
  • Verbessern das Image der Landwirtschaft
  • Fördern die Naherholung
  • Binden den im Boden vorhandenen freien Stickstoff
  • Tragen durch Pflanzen- und Wurzelmasse zur Humusbildung bei
  • Fördern intensives Bodenleben und verbessern die Struktur des Bodens (Tragfähigkeit)

Für das Projekt Blühflächen im Zuckerrübenanbau wurden nachfolgende Mischungspartner ausgewählt:

Die Arten der Mischungspartner haben in ihrer Zusammensetzung verschiedene Blühtermine um eine möglichst lange Blühdauer zu erreichen und sind mit ihren fördernden Eigenschaften auf eine Aussaat in der Zuckerrübenfruchtfolge abgestimmt. Es findet möglichst keine Vermehrung von Nematoden und Rhizoctonia statt.
Arten
18% Peluschke
14% Ringelblume
12% Sommerwicke
10% Saflor
8% Öllein-weiß blühend
8% Öllein-blau blühend
5% Inkarnatklee
5% Sonnenblume
5% Phacelia
4% Perserklee
3% Gelbklee
3% Tagetes
3% Hornklee
1,9% Kornblume
0,1% Klatschmohn

Blühmischung – was blüht denn da?

Zum Download (PDF, 217,59 KB)

Hinweise zur Saatbettvorbereitung und Aussaat von Blüh- und Wildackermischungen

Aussaattermin: Mai
Aussaatstärke: 30 kg/ha
Integration von Blühflächen im Zuckerrübenanbau:
  • Am Rand einer Rübenfläche
  • Am zukünftigem Mietenlagerplatz
  • Auf Flächen der ehemaligen Miete

Um einen gleichmäßigen und sicheren Feldaufgang zu bekommen gibt es einige wichtige Gesichtspunkte zu berücksichtigen.
Durch die in der Blühmischung unterschiedlichen Körnergrößen bedarf es bei der Saatbettbereitung und Aussaat einer gewissen Sorgfalt.
Es darf nicht gedüngt und kein chemischer Pflanzenschutz eingesetzt werden, damit ein sicherer Aufgang der in der Mischung vorhandenen vielfältigen Arten von Pflanzen gewährleistet ist.

Saatbett und Aussaat:
  • Die Aussaatfläche ist mechanisch weitgehend unkrautfrei zu halten
  • Das Saatbett muss feinkrümelig und darf nicht klumpig sein
  • Aussaat ab Anfang bis Mitte Mai (Bodentemperatur von ca. 8°C), je nach Spätfrostgefährdung
  • Die Saat kann mit Kombination Kreiselegge-Sämaschine (mechanisch oder pneumatisch) oder mit Elektrostreuer ausgeführt werden
  • Sind Kombinationen mit Ackerbohnen oder Erbsen geplant, kann das großkörnige Saatgut auch mit der Bodenvorbereitung eingearbeitet werden
  • Die Sämaschine ist auf die Aussaatmenge exakt abzudrehen
  • Den Schardruck ganz wegnehmen
  • Die Saatkörner möglichst flach im Boden ablegen oder auf den Boden fallen lassen
  • Den Saatstriegel nachlaufen lassen
  • Ein Walzen zum Andrücken der Saat und zum Rückverfestigen des Bodens bei nicht zu feuchten Verhältnissen ist ratsam
  • Leichter Niederschlag nach der Saat wäre optimal

Quelle: Fachzentrum Agrarökologie Pfaffenhofen/Ilm