16.05.2016 ARGE Südwest News Harald Bauer ARGE Südwest Offenau Offstein Wabern

Herbizidmaßnahmen durchführen

Für die nächsten Tage wird eine Erwärmung auf ca. 20 °C bei leicht unbeständiger Witterung gemeldet.

Herbizidbehandlungen können bei diesen Aussichten durchgeführt werden. Die geringen Niederschläge greifen die Wachsschicht nur wenig an, sodass bei danach folgenden Spritzungen keine Schäden zu erwarten sind.

Für Unkräuter im Keimblattstadium reichen die Standardmengen

Betanal maxxPro 1,25 l/ha + Metafol SC 1,25 – 1,5 l/ha aus.

Alternativen zu Betanal maxxPro:    Betasana Trio SC 1,75 l/ha

Belvedere Extra 1,25 l/ha

oder    Betasana SC 1,25 plus Oblix 500 0,5 l/ha

Zu allen drei Alternativprodukten wird Öl 0,5 – 1,0 l/ha oder Hasten 0,25 – 0,5 l/ha empfohlen.

 

Alternativen zu Metafol SC:              Goltix Titan 1,5 – 2,0 l/ha

Auch in bisher sehr sauberen Beständen sollten Sie ausreichende Mengen Bodenwirkstoffe einsetzen. In der Summe der Spritzfolge sollten ca. 2800 g Metamitron eingesetzt werden. Dies entspricht etwa 5 l Goltix Titan oder 4 l Metafol SC bzw. Goltix Gold /ha.

 

Bei Vogelknöterich, Raps, Klettenlabkraut, Amarant oder Hundspetersilie sollten zu der oben genannten Mischung 25 – 30 g Debut plus FHS zugesetzt werden.

Auf Hirse-Standorten kann zur Grundmischung Spectrum mit 0,3 – 0,5 l/ha zugegeben werden.

 

Gräserbekämpfung: bis Beginn der Bestockung können auch mit dem Zusatz der halben Aufwandmenge zu den Unkrautherbiziden behandelt werden.

Bei größeren Graspflanzen ist eine Solo-Spritzung im Abstand von ca. 3 Tagen zur Unkrautbehandlung mit voller Menge der Gräserherbizide wirkungssicherer.

 

Disteln: bei einer Wuchshöhe von 20 cm Einsatz von Lontrel 600 0,2 l/ha, Lontrel 720 160 g/ha oder Vivendi 100 1,2 l/ha einsetzen. Abstand zu anderen Herbizidmaßnahmen ca. 3 Tage, wenn vorher Debut eingesetzt wurde 8-10 Tage.

Harald Bauer, ARGE Zuckerrüben Südwest