05.07.2022 ARGE Südwest News Harald Bauer ARGE Südwest Offenau Offstein Wabern Warburg

Cercosporabefall noch auf niedrigem Niveau

Bis in die nächste Woche hinein wird stabiles Wetter erwartet. Die Höchsttemperaturen reichen von 24 bis 27 °C. Niederschläge werden nicht gemeldet.

Blattkrankheiten

Die Befallswerte haben sich im Vergleich zu letzter Woche nur geringfügig geändert. Ausnahme Felder, die beregnet wurden. Diese Felder sollten genau beobachtet werden und falls noch nicht geschehen bei Erreichen der Behandlungsschwelle behandelt werden. Außerhalb der Beregnungsflächen kann die Behandlung noch etwas hinausgezögert werden. Beobachten Sie aber ihre Felder um nichts zu versäumen.

Kontrollieren Sie 100 Blätter aus der mittleren Blattetage auf Befall durch Cercospora, Mehltau, Rost oder Ramularia. Bei 5% befallener Blätter ist die Behandlungsschwelle erreicht.

 

  • Durch die Notfallzulassungen nach 53 steht in diesem Jahr eine erweiterte Palette von Mitteln zur Verfügung. Aufgrund der begrenzten Zulassungsmenge sind diese Mittel nicht überall verfügbar.
  • Fungizide bei Befallsbeginn (5 % Schwelle) einsetzen
  • Zugelassene Aufwandmenge verwenden
  • Tankmischung mit Kupferpräparaten zur Wirkungssicherung und Resistenzvermeidung, besonders in Starkbefallsgebieten (Rheingraben)
  • Spritzfolge mit „starken“ Präparaten beginnen
  • Wasseraufwandmenge 300-400 l/ha
  • Spritzung bei Temperaturen unter 25 °C. An heißen Sommertagen in den frühen Morgenstunden (ein leichter Taubelag ist positiv) oder am späten Abend bei nicht zu hoher Temperatur spritzen
  • Mittelwechsel bei Mehrfachbehandlungen

 

Empfehlung:   Azol-Fungizid                              + Kontaktfungizid

z.B.       Propulse 1,2 l/ha                       z.B.       Funguran Progress 1,25 kg/ha

oder     Diadem 1,0 l/ha                         oder     Coprantol Duo 1,8 kg/ha

oder     Panorama 0,6 l/ha                    oder     Yukon 3,0 l/ha

oder     Domark 1,0 l/ha                         oder     Cuproxat 5,3 l/ha

 

Schosser:

Schosser sollten zeitnahe gezogen oder ausgehackt werden. Im frühen Stadium können die Pflanzen im Feld verbleiben. Bei späterer Bekämpfung müssen die Schosser aus dem Bestand geschafft werden, um ein Aussamen zu verhindern.