28.06.2022 ARGE Südwest News Harald Bauer ARGE Südwest Offenau Offstein Wabern Warburg

Witterung begünstigt Blattkrankheiten

Für Mittwoch und Freitag werden nochmals Niederschläge gemeldet, danach beruhigt sich die Wetterlage.

Blattkrankheiten

Die derzeitige Witterung begünstigt Pilzinfektionen. Die Monitoringstandorte zeigen keinen Befall oder nur einige wenige Flecken. Die eigene Feldkontrolle ist für eine termingenaue Behandlung unerlässlich.

Kontrollieren Sie 100 Blätter aus der mittleren Blattetage auf Befall durch Cercospora, Mehltau, Rost oder Ramularia. Bei 5% befallener Blätter ist die Behandlungsschwelle erreicht.

 

  • Durch die Notfallzulassungen nach Art. 53 stehen in diesem Jahr eine erweiterte Palette von Mitteln zur Verfügung. Aufgrund der begrenzten Zulassungsmenge sind diese Mittel nicht überall verfügbar.
  • Fungizide bei Befallsbeginn (5 % Schwelle) einsetzen
  • Zugelassene Aufwandmenge verwenden
  • Tankmischung mit Kupferpräparaten zur Wirkungssicherung und Resistenzvermeidung, besonders in Starkbefallsgebieten (Rheingraben)
  • Spritzfolge mit „starken“ Präparaten beginnen
  • Wasseraufwandmenge 300-400 l/ha
  • Spritzung bei Temperaturen unter 25 °C. An heißen Sommertagen in den frühen Morgenstunden(ein leichter Taubelag ist positiv) oder am späten Abend bei nicht zu hoher Temperatur spritzen
  • Mittelwechsel bei Mehrfachbehandlungen

 

Empfehlung:   Azol-Fungizid                              + Kontaktfungizid

z.B.       Propulse 1,2 l/ha                       z.B.       Funguran Progress 1,25 kg/ha

oder     Diadem 1,0 l/ha                         oder     Coprantol Duo 1,8 kg/ha

oder     Panorama 0,6 l/ha                    oder     Yukon 3,0 l/ha

oder     Domark 1,0 l/ha                         oder     Cuproxat 5,3 l/ha

 

Schosser:

Inzwischen treten Schosser in den Beständen auf. Um ein Aussamen zu verhindern sollten die Schosser jetzt möglichst vor der Fungizidbehandlung gezogen oder ausgehackt werden.

Cercosporafleck unter der Lupe